Wie es dazu kam

Die Freude war groß, als im Jahr 1984 das derzeitige Musikheim im Rahmen eines Bezirksmusikfestes nach einer 4-jährigen Sanierungs- und Umbauphase eingeweiht werden konnte. Bis dahin probte der Musikverein seit seiner Gründung im Jahr 1968 im Pfarrheim.

Eine gestiegene Mitgliederzahl und musikalische Anforderungen waren damals für die Neuschaffung eines Probenlokals ausschlaggebend. Nach knapp 25 Jahren zeigte sich eine ähnliche Entwicklung: die Mitgliederzahl war von 28 aktiven Musikern im Jahr 1984 auf 43 aktive Mitglieder im Jahr 2010 angewachsen, darüber hinaus standen 20 Musikschüler in Ausbildung.

Die Grundfläche des derzeitigen Probenraums kann aber über die bestehenden 39 m² nicht vergrößert werden, auch die Bausubstanz des ehemaligen Trieurhauses stößt an die Grenzen einer vernünftigen und zeitgemäßen Sanierbarkeit.

 


altes Trierhaus, das zum jetzigen Musikheim umgebaut und adaptiert wurde

 

Daher wurde gemeinsam mit der Gemeinde um eine mögliche Lösung des Problems in intensiven Nachdenk- und Planungsprozessen gerungen. Schließlich konnte im Zuge des Neubaus des Gemeindezentrums mit Arztpraxis ein zeitgemäßes Musikheim – sowohl musikalisch als auch bautechnisch - projektiert werden.

 

 

 

Das Kernstück des derzeit in Bau befindlichen Musikheims ist der Probensaal, der die akustischen Voraussetzungen für eine weitere Hebung des musikalischen Niveaus sowohl der Stammkapelle als auch der Rustikanten sicherzustellen vermag. Dazu gibt es eine entsprechende Förderrichtlinie des Landes Niederösterreich, die gemeinsam mit dem Niederösterreichischen Blasmusikverband entwickelt wurde.

 


Spatenstich mit Obmann Franz Baum, Architekt Maurer, Vizebgm. Manfred Punz, Bauführer Brabenetz und Bürgermeister Hermann Pöschl

 

Ziel der Förderrichtlinie ist ein Probensaal mit mindestens 100 m² lichter Grundfläche und 5 m lichter Raumhöhe. Damit die notwendige „Hörbarkeit“ – d.h. die Klangwahrnehmung des eigenen Instruments in der Gesamtheit der Musikkapelle – sichergestellt werden kann, sind darüber hinaus noch Akustikeinbauten erforderlich. Nur dadurch werden ein reiner Klang sowie ein gutes Zusammenspiel erreicht – beides wesentliche Bestandteile guten Musizierens!

Bei den derzeit aktiven 47 Musikern und 21 in Ausbildung stehenden Musikschülern werden die mindestens empfohlenen 2,2 m² je Musiker erreicht und erscheinen bei der Berücksichtigung der zukünftigen Entwicklung auch nachhaltig gesichert.

Neben dem Herzstück, dem Probensaal (der durch die Förderrichtlinien des Landes Niederösterreich ausschließlich zu Probenzwecken des Musikvereines verwendet werden darf) wurden als Nebenräumlichkeiten ein Gruppenprobenraum (für Registerproben), ein Büroraum sowie ein entsprechender Aufenthaltraum vorgesehen.

Diese Räumlichkeiten werden für eine „multifunktionale“ Nutzung adaptiert: Der Registerprobenraum wird gleichzeitig als Archivraum genutzt (Noten, Instrumente, Bekleidung – derzeit zum Teil bei Vereinsmitgliedern gelagert), das Büro steht auch für das Spiel in kleinen Gruppen (Duo, Trio) zur Verfügung und der Aufenthaltsraum kann auch für Weiterbildungsveranstaltungen innerhalb des Vereines bzw. als weiterer Registerprobenraum genutzt werden.

Abgerundet wird das neue Musikheim mit einer Garderobe mit entsprechenden Ablagemöglichkeiten für Bekleidung und Instrumentenkoffer. Die WC-Anlagen werden gemeinsam mit der Gemeinde genutzt, da die Proben in aller Regel nicht zu den Betriebszeiten der Gemeinde stattfinden.

Im Gegensatz zu den notwendigen baulichen Maßnahmen in der ersten Hälfte der 1980iger-Jahre ist aufgrund des Gesamtkonzeptes und der notwendigen zügigen Umsetzung für die rasche Nutzung der Arztpraxis und die Räumlichkeit Gemeinde eine Mitarbeit durch die Vereinsmitglieder nur in eingeschränktem Rahmen möglich. Es wurde aber bei der Planung darauf Bedacht genommen, dass wir soviel wie möglich durch Arbeitseinsatz zu einer Kostensenkung beitragen können.

Der erste Arbeitseinsatz fand im Zuge des Abbruchs des alten Gebäudes statt, wo wir bereits tatkräftig zupacken konnten. Somit konnten wir einen ersten Beitrag zur Kostenreduzierung leisten.

 

 

Als weitere Arbeitseinsätze sind  unter anderem Ausmalen, Bodenverlegung bei den Räumlichkeiten der Gemeinde und beim Musikheim oder die Mitarbeit bei den Außenanlagen vorgesehen. Arbeitseinsätze bei der Arztpraxis sind aufgrund der vorgeschriebenen Beschaffenheiten der Materialien und den damit verbundenen Arbeiten leider nicht möglich.

Damit die Finanzierung der neuen Räumlichkeiten sichergestellt werden kann, werden 2/3 der Baukosten von Gemeinde und Land Niederösterreich getragen, wofür wir an dieser Stelle recht herzlich Danken möchten!

Die Übernahme des offenen Drittels der Baukosten ist daher durch den Musikverein erforderlich.

Ein wesentlicher Teil konnte bereits aus den Reserven des Vereins aufgrund Ihrer Unterstützung unserer Vereinsveranstaltungen aufgebracht werden. Ein weiterer Teil konnte durch ein günstiges Darlehen des Niederösterreichischen Blasmusikverbandes sichergestellt werden.

Damit das größte Projekt in der Geschichte des Musikvereins Wirklichkeit werden kann, ist eine weitere finanzielle Unterstützung durch Förderer des Vereins aber unabdingbar.

Daher erfolgte im Zuge des heurigen „Tages der Blasmusik“ eine Projektpräsentation und der Startschuss unserer Bausteinaktion, bei der wir Sie recht herzlich einladen, Teil unseres Projektes zu werden.

Damit Sie sich nach der Fertigstellung des Projektes im Jahr 2018 – geplant ist die feierliche Eröffnung im Rahmen des Bezirksmusikfestes im September – in der neuen Wirkstätte unseres Vereins wiederfinden, wollen wir im Probensaal eine Fotowand mit den Gesichtern unserer Spender präsentieren. – So erhält Ihre Spende auch für die Vereinsmitglieder „ein Gesicht“, was die Verantwortung der Vereinsmitglieder der Allgemeinheit gegenüber noch stärker bewusst werden lässt!

Wir haben für Privatpersonen 3 Fotogrößen entwickelt, die - je nach Spendenhöhe - einen Platz auf der „Wall of Fame“ unserer Unterstützer sicherstellen.

Ab einem Betrag von EUR 35,00 können Sie das Bauvorhaben mit Bausteinen unterstützen!

Für Firmen gibt es ebenfalls abgestufte Werbepakete, die wir Ihnen gerne anbieten!

Wir würden uns freuen, wenn Sie auf diesem Wege zu einer nachhaltigen musikalischen Weiterentwicklung unseres Vereines beitragen!

 

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